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Re: Modern Talking - Die letzten 23 Jahre ... eine offene Diskussion

Verfasst: Fr 24. Apr 2026, 17:33
von Benjamin
Ich wäre da auch bei Markus. Dieters Karriere hätte ohne das Modern Talking - Comeback sehr düster ausgesehen.

Re: Modern Talking - Die letzten 23 Jahre ... eine offene Diskussion

Verfasst: Sa 25. Apr 2026, 07:27
von DeeDee
Markus hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 02:33
DeeDee hat geschrieben: Do 23. Apr 2026, 06:49
Ohne das Comeback und ohne DSDS würde er heute noch produzieren. Da wäre auch kein Insta oder sonst was. Er würde einfach weiter das machen, was er konnte: Künstler prodozieren. Da hätte er ja auch nicht so viel Kohle. Ohne MT 98 hätte er das DSDS Angebot nie bekommen und er wäre weiter Hausproduzent geblieben
sicher nicht. Bereits 1997 war er musikalisch (von der öffentlichen Relevanz her) am Ende. Er hatte nichtmal den Plattenvertrag mehr endlos verlängert bekommen. Nach "Here I am" hatte er noch einen Versuch bei BMG frei. Er ist nicht der Typ, der im Supermarkt vor 20 Leuten für 50 € und ne Bratwurst auftritt. Er würde von seinen üppigen Millionen als Privatier leben und vielleicht noch von einem Comeback träumen.
Hallo!!! Lesen!!! Ich schrieb nicht dass er SICH produziert hätte, sondern andere Künstler!!!! Und das hätte er, weil es sein Job war und er den entsprechenden Vertrag als Hausproduzent hatte mit der Plattenfirma. Der hätte gar nicht verlängert werden müssen, der galt.

Re: Modern Talking - Die letzten 23 Jahre ... eine offene Diskussion

Verfasst: So 26. Apr 2026, 02:25
von Markus
DeeDee hat geschrieben: Sa 25. Apr 2026, 07:27
Markus hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 02:33
DeeDee hat geschrieben: Do 23. Apr 2026, 06:49
Ohne das Comeback und ohne DSDS würde er heute noch produzieren. Da wäre auch kein Insta oder sonst was. Er würde einfach weiter das machen, was er konnte: Künstler prodozieren. Da hätte er ja auch nicht so viel Kohle. Ohne MT 98 hätte er das DSDS Angebot nie bekommen und er wäre weiter Hausproduzent geblieben
sicher nicht. Bereits 1997 war er musikalisch (von der öffentlichen Relevanz her) am Ende. Er hatte nichtmal den Plattenvertrag mehr endlos verlängert bekommen. Nach "Here I am" hatte er noch einen Versuch bei BMG frei. Er ist nicht der Typ, der im Supermarkt vor 20 Leuten für 50 € und ne Bratwurst auftritt. Er würde von seinen üppigen Millionen als Privatier leben und vielleicht noch von einem Comeback träumen.
Hallo!!! Lesen!!! Ich schrieb nicht dass er SICH produziert hätte, sondern andere Künstler!!!! Und das hätte er, weil es sein Job war und er den entsprechenden Vertrag als Hausproduzent hatte mit der Plattenfirma. Der hätte gar nicht verlängert werden müssen, der galt.
er hatte diesen Vertrag als Hausproduzent bei der Intersong doch nach dem ersten Hit 1985 aufgegeben - für teures Geld übrigens, um sich aus dem Vertrag freizukaufen. Ob er jetzt sich selbst oder andere Künstler vermarktet, ins einerlei. Er war 1997 quasi am Karriereende angelangt. Da gab es auch keine anderen Künstler mehr und BMG hatte auch keine Lust mehr, weitere Fehlschläge zu finanzieren.

Re: Modern Talking - Die letzten 23 Jahre ... eine offene Diskussion

Verfasst: Mo 27. Apr 2026, 12:55
von christian-phill
Soweit mir bekannt fing Touche 1997 an....

Re: Modern Talking - Die letzten 23 Jahre ... eine offene Diskussion

Verfasst: Di 28. Apr 2026, 05:17
von Markus
christian-phill hat geschrieben: Mo 27. Apr 2026, 12:55 Soweit mir bekannt fing Touche 1997 an....
ja schon, allerdings allzugut ging das ja nicht. Viel Aufwand (Kosten) und nur untere bis mittlere Chartpositionen in Deutschland (https://www.chartsurfer.de/artist/touche/eenp.html)
Lediglich das YMCA-Cover erreichte Platz 31 in D (und Nr. 1 und Gold in Belgien mit allerdings nur 25.000 Einheiten) und der Nachfolger "This Goodbye Is Not Forever" Platz 27 in D. Alles andere irrelevante Platzierungen oder nicht gechartet. Die Alben liefen überhaupt nicht. Das erste erreichte noch Platz 35, das 2. Platz 89 und das dritte schaffte es nicht in die TOP 100. Da hat man den Stecker gezogen.

Re: Modern Talking - Die letzten 23 Jahre ... eine offene Diskussion

Verfasst: Di 28. Apr 2026, 14:03
von DeeDee
Markus hat geschrieben: So 26. Apr 2026, 02:25
DeeDee hat geschrieben: Sa 25. Apr 2026, 07:27
Markus hat geschrieben: Fr 24. Apr 2026, 02:33

sicher nicht. Bereits 1997 war er musikalisch (von der öffentlichen Relevanz her) am Ende. Er hatte nichtmal den Plattenvertrag mehr endlos verlängert bekommen. Nach "Here I am" hatte er noch einen Versuch bei BMG frei. Er ist nicht der Typ, der im Supermarkt vor 20 Leuten für 50 € und ne Bratwurst auftritt. Er würde von seinen üppigen Millionen als Privatier leben und vielleicht noch von einem Comeback träumen.
Hallo!!! Lesen!!! Ich schrieb nicht dass er SICH produziert hätte, sondern andere Künstler!!!! Und das hätte er, weil es sein Job war und er den entsprechenden Vertrag als Hausproduzent hatte mit der Plattenfirma. Der hätte gar nicht verlängert werden müssen, der galt.
er hatte diesen Vertrag als Hausproduzent bei der Intersong doch nach dem ersten Hit 1985 aufgegeben - für teures Geld übrigens, um sich aus dem Vertrag freizukaufen. Ob er jetzt sich selbst oder andere Künstler vermarktet, ins einerlei. Er war 1997 quasi am Karriereende angelangt. Da gab es auch keine anderen Künstler mehr und BMG hatte auch keine Lust mehr, weitere Fehlschläge zu finanzieren.
Das ist nicht richtig. Dieter hat lediglich die MT Verträge geändert. Weiterhin war er dennoch Hausproduzent und musste Verträge erfüllen. Nur deshalb hat er all die anderen wie Touche, Roy Black etc. produziert. Dieter hat selbst 1995 noch gesagt, dass er diesen Vertrag als Hausproduzent hat und deshalb neben eigenen Projekten andere verwirklichen muss.

Re: Modern Talking - Die letzten 23 Jahre ... eine offene Diskussion

Verfasst: Do 30. Apr 2026, 00:20
von Markus
DeeDee hat geschrieben: Di 28. Apr 2026, 14:03 Das ist nicht richtig. Dieter hat lediglich die MT Verträge geändert. Weiterhin war er dennoch Hausproduzent und musste Verträge erfüllen. Nur deshalb hat er all die anderen wie Touche, Roy Black etc. produziert. Dieter hat selbst 1995 noch gesagt, dass er diesen Vertrag als Hausproduzent hat und deshalb neben eigenen Projekten andere verwirklichen muss.
interessant. Gibt es dazu mehr Infos? Denn es ist ja erstaunlich, dass er demnach Jahrzehnte an diesen Vertrag gebunden wäre und vor allem auf die Umsatz-Anteile für das Produzieren dauerhaft verzichtet.

Re: Modern Talking - Die letzten 23 Jahre ... eine offene Diskussion

Verfasst: Do 30. Apr 2026, 09:52
von Steffi
Dieter hatte früher ein Angestellten Verhältnis mit der HANSA - später war er selnststämdig, aber hatte entsprechende Verträge mit der HANSA . Das ist rechtlich ein Unterschied. In den Anfängen von MT war er tatsächlich noch ein Angestellter.

Re: Modern Talking - Die letzten 23 Jahre ... eine offene Diskussion

Verfasst: Do 30. Apr 2026, 12:04
von DeeDee
Markus hat geschrieben: Do 30. Apr 2026, 00:20
DeeDee hat geschrieben: Di 28. Apr 2026, 14:03 Das ist nicht richtig. Dieter hat lediglich die MT Verträge geändert. Weiterhin war er dennoch Hausproduzent und musste Verträge erfüllen. Nur deshalb hat er all die anderen wie Touche, Roy Black etc. produziert. Dieter hat selbst 1995 noch gesagt, dass er diesen Vertrag als Hausproduzent hat und deshalb neben eigenen Projekten andere verwirklichen muss.
interessant. Gibt es dazu mehr Infos? Denn es ist ja erstaunlich, dass er demnach Jahrzehnte an diesen Vertrag gebunden wäre und vor allem auf die Umsatz-Anteile für das Produzieren dauerhaft verzichtet.
ACHTUNG! Dieter hatte einen festen Vertrag, war Hausproduzent, hat aber dennoch Umsatzanteile bekommen (nach YMHSMS)! Das eine schließt das andere nicht aus. Er musste aber eben Verträge erfüllen

Re: Modern Talking - Die letzten 23 Jahre ... eine offene Diskussion

Verfasst: Do 30. Apr 2026, 22:36
von Matthiaszenger1987
Wenn man sich die Lage Mitte/Ende der 90er anschaut, war Bohlen zwar alles andere als „weg vom Fenster“, aber eben auch nicht mehr auf dem absoluten Höhepunkt seiner Popularität. Nach der Trennung von Modern Talking 1987 hatte er sich erfolgreich als Produzent etabliert (Blue System, C. C. Catch, Chris Norman etc.), doch der ganz große Hype der 80er war klar abgeflacht. Er war zu diesem Zeitpunkt eher ein sehr erfolgreicher Hitlieferant im Hintergrund als eine allgegenwärtige Popfigur.

Das Comeback 1998 war dann ein echter Gamechanger. Back for Good wurde ein riesiger Erfolg, verkaufte sich millionenfach und brachte Modern Talking nicht nur alte Fans zurück, sondern erschloss auch eine komplett neue, jüngere Zielgruppe. Plötzlich war Bohlen wieder überall präsent – nicht nur als Produzent, sondern wieder als Star mit eigener Strahlkraft. Genau das hat seine Marke enorm aufgeladen.

Ohne dieses Comeback hätte sich seine Karriere vermutlich in eine ganz andere Richtung entwickelt:

1. Stabil, aber weniger sichtbar
Er wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterhin ein gefragter Produzent geblieben. Sein Gespür für eingängige Popmelodien war ja unbestritten. Aber: Die breite mediale Präsenz hätte gefehlt. Er wäre eher in einer Liga mit anderen erfolgreichen Produzenten der 90er geblieben – wichtig für die Branche, aber weniger im Fokus der Öffentlichkeit.

2. TV-Karriere – ja, aber mit anderem Gewicht
Die große Frage ist: Hätte er trotzdem bei Castingformaten wie DSDS funktioniert? Vermutlich ja – er hatte die Expertise und genügend Hits vorzuweisen.
Aber ohne das Modern-Talking-Revival hätte ihm dieser „zweite Superstar-Status“ gefehlt. Seine Rolle als Jury-Urgestein wäre wahrscheinlich weniger ikonisch geworden. Der Mythos vom „Pop-Titan“ ist ja stark durch diese zweite Erfolgswelle geprägt worden.

3. Weniger Einfluss im Musikgeschäft der 2000er
Durch das Comeback hatte Bohlen wieder enorme Marktmacht. Künstler, die mit ihm arbeiteten, profitierten von seinem Namen, seiner Präsenz und seinem Netzwerk. Ohne diesen Boost hätte er zwar weiter Hits produziert, aber vermutlich weniger dominant die Charts der 2000er geprägt.

4. Kein zweiter Karriere-Peak
Das ist eigentlich der entscheidende Punkt:
Mit Modern Talking hatte Bohlen zwei große Hochphasen – die 80er und dann nochmal ab 1998. Ohne das Comeback wäre seine Karriere eher kontinuierlich verlaufen, aber ohne diesen spektakulären zweiten Höhepunkt. Das macht langfristig einen riesigen Unterschied in der Wahrnehmung.

5. Langfristige Popkultur-Präsenz
Heute ist Bohlen nicht nur Musiker oder Produzent, sondern eine feste Größe der deutschen Popkultur. Dieses Standing wurde stark durch das Comeback und die daraus resultierende Dauerpräsenz aufgebaut. Ohne 1998 wäre er vermutlich respektiert – aber weniger „allgegenwärtig“.

Fazit:
Ohne das Modern-Talking-Comeback wäre Dieter Bohlen sehr wahrscheinlich weiterhin erfolgreich gewesen – aber eher als „Top-Produzent im Hintergrund“ statt als prägende Pop- und TV-Figur über Jahrzehnte hinweg. Das Comeback war im Grunde der Schlüssel, der ihm eine zweite, noch langlebigere Karrierephase ermöglicht hat.

Mich würde interessieren: Glaubt ihr, dass DSDS ohne diesen zweiten Hype mit Bohlen genauso groß geworden wäre?