Thomas und das erste Ende von Modern Talking

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Benjamin
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Thomas und das erste Ende von Modern Talking

Beitrag von Benjamin » Mi 27. Jun 2018, 20:38

Mir spukt seit längerer Zeit und immer wieder eine Frage im Kopf herum die ich mir nicht selbst beantworten kann.

Thomas war ja nach dem ersten Ende von Modern Talking, wenn man den Überlieferungen trauen darf, bei Musikschaffenden ein sehr gefragter Künstler mit besten Aussichten auf eine große solistische Karriere. Warum hat Thomas dieses Standing nicht genutzt und nach einem Produzenten/Produzenteam gesucht der/das ihn mit chartstauglichen, auf seine stimmlichen Bedürfnisse zugeschnittenen Titeln versorgt? Ich hätte mir z.B. eine Zusammenarbeit mit Michael Cretu (Sandra, Moti Special u.a.) oder Gunter Mende/Candy De Rouge (Jennifer Rush, Bonnie Bianco, Falco u.a.) gut und als sehr fruchtbar vorstellen können. Frank Farian, Bolland & Bolland (Falco), Harold Faltermeyer oder Giorgio Moroder wären sicher auch sehr interessant gewesen.

Also warum hat Thomas sich damals gegen eine sichere Fortführung seiner Karriere entschieden und seine MT-Bonus nicht genutzt?

EricWhite
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Re: Thomas und das erste Ende von Modern Talking

Beitrag von EricWhite » Mi 27. Jun 2018, 23:02

Das glaube ich nicht mal, dass Thomas Anders nach dem Ende von Modern Talking noch sehr gefragt war.
Es hat ja jeder mitbekommen, dass sie am Ende auf der Bühne ausgepfiffen und ausgebuht worden sind und für viele galt Thomas Anders wahrscheinlich als sehr kapriziös, obwohl da Nora sicherlich am meisten verantwortlich für dieses Bild war.
Überhaupt stelle ich fest, das ehemalige Bohlen Acts es sehr schwer haben, nach der "Trennung" wieder Anschluß zu finden, dafür mag es sicher viele Gründe geben, aber sicher nicht, dass es Nichtskönner waren.
Die von Dir genannten Produzenten sind alles erstklassige Leute mit vielen Hits, aber eine Hitgarantie gibt es auch bei ihnen nicht, da sind teilweise auch kurze oder auch längere Durststrecken zu verzeichnen. Ich schätze auch Peter Ries nicht als wesentlich schlechtere Wahl als die erwähnten ein.

Kensington
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Re: Thomas und das erste Ende von Modern Talking

Beitrag von Kensington » Do 28. Jun 2018, 21:46

Thomas hat mit sehr namenhaften Produzenten an seinem ersten Album gearbeitet. Gus Dudgeon der auch für Elton John produziert hat. Das war Thomas Traum. Er wollte die Musik machen, die er privat gern hört. Er wollte nicht mit Michael Cretu Sandra reproduzieren, das gefiel ihm nicht. Er stand auf Chris Rea, Elton John und Barry Manylow.
Und dachte das wollen die Fans. Aber die MT Fans wollten dass er mit Michael Cretu was macht, und die Fans von Elton John wollten doch kein Thomas Anders hören.
Das ist aus meiner Sicht der Grund. Nach und nach ist Thomas mit den Alben ja auch wieder mehr in die Dance Richtung gegangen, hat dann aber alles nichts mehr genützt. Das erste Solo Album war der größte Fehler seines Lebens. Aber egal, er macht heute gute Sachen und ich finde ihn als Typ echt klasse. Weiter so

Mybedistoobig
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Re: Thomas und das erste Ende von Modern Talking

Beitrag von Mybedistoobig » Fr 29. Jun 2018, 17:18

Also das seh ich ganz anders ;-)
Grad das erste Album fand ich klasse.

Benjamin
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Re: Thomas und das erste Ende von Modern Talking

Beitrag von Benjamin » Fr 29. Jun 2018, 19:37

Ich finde das erste Album von den Songs selber auch nicht schlecht. Die Abmischung ist nur grausam. Alles klingt sehr dumpf und leise vom Sound her. Ist aber nur mein Eindruck.

Ich mag Thomas auch sehr. Ich finde halt nur das er sich die große Chance entgehen lassen hat, sich von Modern Talking zu emanzipieren und als Solokünstler zu profilieren.

Jack Goldbird
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Re: Thomas und das erste Ende von Modern Talking

Beitrag von Jack Goldbird » Do 5. Jul 2018, 23:34

Im Grunde hat er sich damals musikalisch doch gerade von MT emanzipiert, indem er nicht einfach ohne Dieter weiter dieselbe Musik gemacht hat.
Und wie schon geschrieben, waren das ja wahrlich keine No Names, die an seinem ersten Album gearbeitet haben.

Ich denke, dass Thomas einfach mehr unter den Skandalschlagzeilen aus der MT Zeit gelitten hat, er kam halt eher so rüber, als habe es an ihm gelegen, dass es so eskalierte.

Ich fand und finde "Different" toll. Gewundert hat mich, dass trotz des doch wirklich passablen Charterfolgs mit dem wunderschönen "Love Of My Own" keine Chartsplatzierung für das Album raus gesprungen ist. Unverdient, denn das Album fand ich wirklich gut.

Ist aber zum Beispiel bei "Mixed Emotions" noch mehr so gewesen, dass Oliver Simon aus dem großen Erfolg im Duo mit Drafi Deutscher nichts gemacht hat. Musikalisch zum Teil unverdient (sein von Luis Rodriguez co-produziertes Solo-Album "Spring Snowman" war toll), zum Teil musikalisch und vor allem menschlich verständlich. Es muss aber auch an ihm als Person gelegen haben (das würde einen ganzen eigenen Thread füllen). Auch die unwürdigen Versuche, nach Drafis Tod "Mixed Emotions" ohne ihn zu machen, sprachen für sich.

Magicsilence1
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Re: Thomas und das erste Ende von Modern Talking

Beitrag von Magicsilence1 » Fr 6. Jul 2018, 16:40

Ich war nach der ersten Trennung in erster Linie ein Fan von Dieter, aber die Solo Alben von Thomas fand ich damals und auch heute sehr gut, Love of my Own, You are my Life, Soldier , True Love und auch One Thing, einfach geile Lieder.

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